Der Lotus Seven Serie 4 (1970 - 1973)
Die
Vorstellung des Lotus 60, besser bekannt als Seven S4, erfolgte im
Oktober 1969. Drei Prototypen hatte man angefertigt, und Punkt 9 Uhr
sollten die Hüllen fallen. Neben Colin Chapman waren dessen Frau Hazel,
der extra eingeladene Graham Nearn, Fred Bushell, Graham Arnold, Mike
Warner (der geistige Vater des S4) und viele andere zugegen. Warner
erinnert sich noch genau an Chapmans Reaktion, als dieser den Wagen zum
ersten Mal sah: 'Mein Gott, Hazel, die haben ja ein ganz neues Auto
daraus gemacht!' Warner wies die Umstehenden darauf hin, dass es sich
keineswegs im ein neues Auto handelte, sondern lediglich um eine
Weiterentwicklung des S3, und dass es der Verkaufsschlager würde.
Graham Arnold versuchte auf seine unnachahmliche Art die Spannung zu
entschärfen und witzelte über das Styling, was alles nur noch schlimmer
machte.

Der
Seven S4 war ohne Zweifel eine beispiellos gelungene Synthese aus
zeitgemässem Design und einfachstem Aufbau. Sein Ziel, die
Produktionskosten drastisch zu senken, hatte Warner sicherlich erreicht.
Die
Tester der Automobilzeitschrift 'Motor' nannten den Seven ein
'Hundert-Meilen-Leichtgewicht', fanden jedoch den Preis von 1042 £
(inklusive einiger Extras) für einen Bausatz etwas hoch. Mit der 84 PS
starken Maschine des Ford Cortina 1600 GT erreichte der Wagen
Höchstgeschwindigkeiten über 170 km/h, sowie Beschleunigungszeiten von
unter 9 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
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